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Kieselgur Gesteine Siliciumdioxid

Die Kieselgur ist ein weiches Sedimentgestein, das aus fossilen Kieselalgen (Diatomeen) hervorgegangen ist und zu einem weissen Pulver verarbeitet wird. Sie besteht hauptsächlich aus Siliciumdioxid, ist porös, austrocknend und nimmt Feuchtigkeit auf. Kieselgur wird als Nahrungsergänzungsmittel für die Haut, die Haare und die Nägel eingenommen. Sie wird auch für die Behandlung von Magenbrennen, Verdauungsstörungen und für die äusserliche Therapie von Hauterkrankungen und -reizungen verwendet. Interessant ist zudem die Anwendung gegen Insekten und Spinnentiere, zum Beispiel in der Tierhaltung. Das Pulver soll nicht eingeatmet und nicht zeitgleich mit Arzneimitteln eingenommen werden.

synonym: Kieselerde, Terra silicea, Diatomaceous earth, Kieselguhr, Diatomeenerde, Diatomit

Produkte

Kieselgur ist in Form von Tabletten, Kapseln und als Pulver im Handel. Sie wird auch mit Vitaminen und Mineralstoffen kombiniert.

Struktur und Eigenschaften

Kieselgur ist ein weiches Sedimentgestein, das aus fossilen Kieselalgen (Diatomeen) hervorgegangen ist. Dabei handelt es sich um unizelluläre Mikroalgen mit einer Grösse im Mikro- und tiefen Millimeterbereich, die im Süss- oder Salzwasser leben und nach dem Tod auf den Boden absinken. Kieselgur besteht hauptsächlich aus Siliciumdioxid (SiO2) mit einem geringeren Anteil an Aluminium- und Eisenoxiden. Sie liegt als weisses, feines und poröses Pulver vor und ist in Wasser praktisch unlöslich. Die Kieselgur hat einen hohen Schmelzpunkt von 1730 °C und ist nicht entzündlich. Sie wurde im 19. Jahrhundert im Jahr 1836 / 1837 in der Lüneburger Heide in Nordeutschland (zwischen Hamburg und Hannover) entdeckt. Heute sind verschiedene und teils riesige Vorkommen aus anderen Ländern bekannt.

Kieselsäure ist die alte Bezeichnung für Siliciumdioxid.

Wirkungen

Kieselgur ist porös und nimmt gut Feuchtigkeit auf. Sie hat absorptive, austrocknende, insektizide und antiparasitäre Eigenschaften. Silicium ist nach dem Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste und es gibt Hinweise, dass es für die Nägel, die Haare, den Knochen und das Bindegewebe wichtig ist. Ausreichende wissenschaftliche Belege fehlen.

Anwendungsgebiete

Weitere Anwendungsgebiete:

Dosierung

Gemäss der Packungsbeilage. Es wird empfohlen, 3-mal täglich 1 Teelöffel nach den Mahlzeiten einzunehmen. Das Pulver kann in Wasser, Fruchtsaft, Tee oder Milch aufgeschwemmt oder in ein Joghurt oder Quark eingerührt werden. Für Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Packungsbeilage.

Interaktionen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht auszuschliessen, weil Siliciumdioxid Wirkstoffe an sich binden und der Ausscheidung zuführen kann. Deshalb sollen andere Arzneimittel nicht zeitgleich verabreicht werden, sondern in einem Abstand von zwei bis drei Stunden.

Unerwünschte Wirkungen

Bei einer hohen Dosis und einer langen Therapiedauer können selten Nierensteine auftreten.

Der Staub soll nicht eingeatmet werden, weil er eine Silikose auslösen kann. Beim Ausbringen soll eine FFP2- oder eine FFP3-Maske getragen werden. Kieselgur ist im Unterschied zu synthetischen Pestiziden besser verträglich und umweltfreundlicher.

siehe auch

Siliciumdioxid, Silicium, Heilerde, Gesteine

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Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.2.2026 geändert.
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