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Pembrolizumab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper PD-1-Inhibitoren

Pembrolizumab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper und der PD-1-Inhibitoren für die Behandlung zahlreicher Krebserkrankungen. Er bindet an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen und hemmt die Interaktion mit den Liganden. Dadurch wird die Immunantwort gegen die Krebszellen angeregt. Es handelt sich um eine Krebsimmuntherapie. Das Arzneimittel wird abhängig von der Arzneiform als intravenöse Infusion oder als subkutane Injektion verabreicht und hat eine lange Halbwertszeit. Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Husten, Atemstörungen, gastrointestinale Störungen, Juckreiz, ein Hautausschlag, Schmerzen, Müdigkeit, Ödeme, Fieber, Kopfschmerzen, eine Anämie und eine Hypothyreose. Pembrolizumab verursacht häufig immunvermittelte unerwünschte Wirkungen.

synonym: Pembrolizumabum, Lambrolizumab, MK-3475

Produkte

Pembrolizumab wurde in den USA im Jahr 2014 und in der EU und in der Schweiz im Jahr 2015 als Infusionspräparat zugelassen (Keytruda®). Im Jahr 2026 wurde in der Schweiz zusätzlich eine Injektionslösung mit der Berahyaluronidase alfa zur subkutanen Anwendung freigegeben (Keytruda® subkutan).

Struktur und Eigenschaften

Pembrolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper. Es handelt sich um ein IgG4-κ-Immunglobulin mit einer Molekülmasse von etwa 149 kDa.

Wirkungen

Pembrolizumab (ATC L01FF02 ) hat antitumorale und immunmodulierende Eigenschaften. Der Antikörper bindet an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen und blockiert so die Bindung an die Liganden PD-L1 und PD-L2 auf Krebszellen. Dadurch wird die T-Zell-Proliferation, die Zytokinbildung und die Immunantwort gegen die Krebszellen angeregt. Es handelt sich um eine Krebsimmuntherapie. Die Halbwertszeit liegt bei 22 Tagen.

Wirkmechanismus der PD-1-Inhibitoren, zum Vergrössern anklicken. Illustration © PharmaWiki

Zur Erhöhung der Aufnahme enthält die Injektionslösung zusätzlich die Berahyaluronidase alfa, eine Variante der humanen Hyaluronidase PH20. Dieses Enzym baut die Hyaluronsäure vorübergehend und lokal ab. Es handelt sich um ein Polysaccharid der extrazellulären Matrix des subkutanen Gewebes.

Indikationen

Pembrolizumab ist für die Behandlung zahlreicher Krebserkrankungen zugelassen:

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird abhängig von der Arzneiform entweder als intravenöse Infusion oder als subkutane Injektion verabreicht.

Kontraindikationen

Es gibt Hinweise auf fruchtschädigende Eigenschaften. Deshalb sollte das Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft verabreicht werden. Gebärfähige Frauen sollen während der Behandlung mit Pembrolizumab und während mindestens 4 Monaten nach der letzten Dosis eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Wechselwirkungen sind mit Glucocorticoiden und anderen Immunsuppressiva möglich. Sie können die Wirksamkeit von Pembrolizumab reduzieren.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören:

Aufgrund der indirekten Immunstimulation werden unter Pembrolizumab häufig immunvermittelte unerwünschte Wirkungen beobachtet, die auch schwerwiegend sein können. Dazu gehören eine immunvermittelte Pneumonitis, eine Kolitis, eine Hepatitis, eine Nephritis, Hautreaktionen und Endokrinopathien.

siehe auch

Nivolumab, PD-1-Inhibitoren, Krebs

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen
Keytruda 100 mg/4 ml, Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung
Wirkstoffe: Pembrolizumabum
Unternehmen: MSD Merck Sharp & Dohme AG
Abgabekategorie: A
Gruppe / Anwendung: L01F
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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 4.6.2026 geändert.
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