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Lein Phytopharmaka Drogenliste

Die Samen des Gemeinen Leins (Linum usitatissimum) aus der Familie der Leingewächse enthalten Schleimstoffe und ein fettes Öl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie werden unzerkaut für die Vorbeugung und Behandlung einer Verstopfung und zur Anregung der Darmfunktion eingesetzt. Das fette Öl wird als gesundheitsförderndes Nahrungsergänzungsmittel eingenommen.

synonym: Linum usitatissimum, Gemeiner Lein, Flachs, Flax

Produkte

Zubereitungen aus Leinsamen, die Arzneidroge und Leinöl sind in Apotheken und Drogerien als Arzneimittel, Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Pflanze

Der Gemeine Lein Linum usitatissimum L. (Flachs) aus der Familie der Leingewächse (Linaceae) ist eine einjährige, krautige Pflanze. Sie wird aufgrund des fetten Öls und der Fasern schon seit Jahrtausenden kultiviert.

Arzneidroge

Als Arzneidroge werden die Leinsamen (Lini semen) verwendet, die getrockneten, reifen Samen von Linum usitatissimum L. Aus den Samen wird auch das Leinöl und das Leinsamenmehl zubereitet.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen der Samen gehören:

Wirkungen

Leinsamen haben abführende, reizmildernde und schleimhautschützende Eigenschaften. Die Schleimstoffe in der Epidermis der Samenschale quellen mit Wasser auf fast das Dreifache ihres Volumens an. Dadurch werden die Darmbewegungen angeregt und die Gleitfähigkeit des Stuhls erhöht.

Das Leinöl hat aufgrund der ungesättigten Fettsäuren gesundheitsfördernde, antioxidative, lipidsenkende und entzündungshemmende Eigenschaften. Es wird für die Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Krankheiten eingenommen.

Anwendungsgebiete

In der Medizin:

Weitere Anwendungsgebiete:

Dosierung

Leinsamen: 2- bis 3-mal täglich 1 Esslöffel der unzerkleinerten oder aufgeschlossenen Samen mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen. Ein weiteres Glas Wasser nachtrinken. Während des Tages ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Wirkung tritt nach 18 bis 24 Stunden ein. Die Samen werden aufgrund des Brennwerts unzerkaut geschluckt. Sie können leicht angestossen werden.

Leinsamenmehl für Wärmeauflagen: Wasser und Leinsamenmehl zu gleichen Teilen in einer Pfanne mischen und erwärmen, damit eine Paste entsteht. Die Paste auf eine Gaze streichen. Gut verschliessen. Temperatur kontrollieren, um Verbrennungen zu vermeiden! An gewünschter Stelle befestigen, bedecken und etwa eine halbe Stunde wirken lassen.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Interaktionen

Leinsamen können die Absorption anderer Wirkstoffe beeinflussen. Andere Medikamente sollen in einem zeitlichem Abstand eingenommen werden.

Unerwünschte Wirkungen

Das fette Öl kann aufgrund der ungesättigten Fettsäuren ranzig werden. Die mögliche Abspaltung der Blausäure aus zyanogenen Glykosiden ist gemäss der Literatur unwahrscheinlich.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.11.2022 geändert.
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