Vision Team Werben SPENDEN Newsletter Facebook

Huflattich Phytopharmaka Drogenliste

Zubereitungen aus den Blättern und Blüten des Huflattichs Tussilago farfara haben reizlindernde, auswurffördernde, antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften und werden traditionell für die Behandlung von Husten und Atemwegserkrankungen eingesetzt. Sie enthalten Schleimstoffe (Polysaccharide) und weitere sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe. Aufgrund des Gehalts an lebertoxischen und karzinogenen Pyrrolizidinalkaloiden wird von einer Anwendung abgeraten. Eine Ausnahme sind Züchtungen ohne diese Alkaloide.

synonym: Tussilago farfara, Tussilago, Coltsfoot, Kuan Dong Hua

Produkte

Produkte mit Huflattich werden in der Schweiz praktisch nicht mehr verkauft.

Pflanze

Der Huflattich (Tussilago farfara) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist eine ausdauernde Pflanze, die in Europa heimisch ist und in vielen Ländern vorkommt. Ihre Blüten gehören zu den ersten, die im Frühling aus den Rhizomen im Boden spriessen und dies üblicherweise vor den Blättern. Der Huflattich ist die einzige Pflanze aus der Gattung Tussilago. Die Bezeichnung geht auf die Ähnlichkeit der Blätter mit den Hufen eines Fohlens zurück.

Arzneidroge

Huflattichblätter (Farfarae folium) sind die getrockneten Blätter der Pflanze und Huflattichblüten (Farfarae flos) sind die getrockneten Blütenkörbchen. Definiert werden sie von den älteren Arzneibüchern. Sie sind heute nicht mehr offizinell.

InhaltsstoffeWirkungen

Huflattich hat in Untersuchungen unter anderem reizlindernde, auswurffördernde, antioxidative, entzündungshemmende, antitumorale und antimikrobielle Eigenschaften gezeigt.

AnwendungsgebieteDosierung

Die Arzneidroge wird als Aufguss zubereitet.

Unerwünschte Wirkungen

Pyrrolizidinalkaloide zeigen in Tierversuchen lebertoxische und karzinogene Eigenschaften. Deshalb wird von einer phytotherapeutischen Anwendung des Huflattichs abgeraten. Die Droge ist durch andere Schleimstoffdrogen gut ersetzbar.

Huflattich ohne Pyrrolizidinalkaloide kann für die Herstellung von Arzneimitteln im Prinzip verwendet werden. Ein Beispiel ist die Züchtung „Wien“. Wildsammlungen sind hingegen unzulässig.

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen
Es wurden keine Artikel oder Produkte gefunden.
PharmaWiki mit Google durchsuchen.

Unterstützen Sie das PharmaWiki mit einer Spende!

© PharmaWiki 2007-2023 - PharmaWiki informiert unabhängig und zuverlässig über Medikamente und Gesundheit.
Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.11.2022 geändert.
Impressum und Datenschutzerklärung
Produkte zu dieser Seite anzeigen