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Gänseblümchen Phytopharmaka Drogenliste

Zubereitungen aus dem Kraut und den Blüten des Gänseblümchens (Bellis perennis) enthalten unter anderem Saponine, Gerbstoffe und Bitterstoffe. Sie werden hauptsächlich in der Alternativmedizin und seltener in der Phytotherapie verwendet. Die jungen Pflanzenteile sind essbar.

synonym: Bellis perennis, Margritli, Daisy

Produkte

Zubereitungen aus dem Gänseblümchen sind unter anderem als Tinkturen und in Form hömopathischer Arzneiformen im Handel. Die Arzneidroge ist ebenfalls verfügbar.

Pflanze

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae) ist eine kleine, ausdauernde, krautige Pflanze, die auch in der Schweiz heimisch ist. Es handelt sich um ein typisches Wiesenkraut, das im Rasen wächst. Wie bei anderen Vertretern der Korbblütler handelt es sich beim Blütenstand um eine Scheinblüte, welche sich nach der Sonne ausrichtet. Das Gänseblümchen hat ein kurzes Rhizom, das die Überwinterung ermöglicht.

Das Gänseblümchen kann mit den grösseren Margeriten verwechselt werden.

Arzneidrogen

Als Arzneidrogen werden das Gänseblümchenkraut (Bellidis herba) und die Gänseblümchenblüten (Bellidis flos) verwendet.

Inhaltsstoffe

Zu den Inhaltsstoffen gehören Saponine (Bayogenin), ätherisches Öl, Bitterstoffe, Polyphenole und Gerbstoffe.

Wirkungen

Die Zubereitungen haben in Untersuchungen antioxidative, anxiolytische, antidepressive, lipidsenkende, antitumorale und antimikrobielle Eigenschaften gezeigt.

Anwendungsgebiete

In der Phytotherapie wird das Gänseblümchen kaum verwendet.

Dosierung

Als Aufguss (Tee), als Tinktur, als Globuli, für Wundumschläge.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören Überempfindlichkeitsreaktionen.

Das Gänseblümchen wird im Rasen auch als Unkraut angesehen. Bei der Entfernung muss darauf geachtet werden, dass das Rhizom möglichst vollständig aus der Erde gezogen wird.

siehe auch

Asteraceae

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.


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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 16.4.2026 geändert.
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