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Parotitis Indikationen

Eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Parotitis) äussert sich in einer Schwellung beim Ohr, die von Fieber, Schmerzen und einer Hautrötung begleitet werden kann. Eine häufige Ursache ist eine Infektion mit dem Mumpsvirus bei Kindern, welche keine MMR-Impfung erhalten haben. Aber auch andere virale und bakterielle Erreger kommen als Auslöser in Frage. Aufgrund von weiteren möglichen Ursachen und ihrer Komplikationen soll eine ärztliche Abklärung empfohlen werden. Für die Behandlung werden unter anderem Schmerzmittel wie Paracetamol und Ibuprofen und bei Bedarf Antibiotika eingesetzt. Der Speichelfluss kann mit Massagen, Auflagen, Kaugummis und Bonbons angeregt werden.

synonym: Entzündung der Ohrspeicheldrüse

Symptome

Zu den Beschwerden im Zusammenhang mit einer Entzündung der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea, Glandula parotis) gehören:

Parotitiden können einmalig und wiederkehrend auftreten.

Ursachen

Eine typische Ursache der Parotitis ist eine Infektion mit dem Mumpsvirus, zum Beispiel bei Kindern, welche die MMR-Impfung nicht erhalten haben. Aber auch andere Infektionskrankheiten mit Viren (z.B. Grippe, Covid-19, EBV, HIV und viele weitere) und Bakterien (z.B. Streptokokken, Staphylokokken) können die Parotitis verursachen. Eiter im Mund deutet auf bakterielle Erreger hin.

Weitere mögliche Auslöser sind unter anderem systemische Erkrankungen, Autoimmunerkrankungen, eine Obstruktion der Drüse (Sialolithen), eine Dehydratation, Radioaktivität, Arzneimittel (z.B. Nitrofurantoin, Biperiden, Clozapin), das Rauchen, eine Krebserkrankung, eine ungenügende Mundhygiene und Verletzungen.

Diagnose

Die Diagnose wird anhand der körperlichen Untersuchung, der Anamnese, mit bildgebenden Verfahren und mit Labormethoden gestellt. Aufgrund der vielen möglichen Ursachen und der Komplikationen sollte die Abklärung in ärztlicher Behandlung erfolgen.

Nicht medikamentöse BehandlungMedikamentöse Behandlung

Die Therapie richtet sich nach der Ursache der Erkrankung.

Für die symptomatische Behandlung des Fiebers und der Schmerzen können Schmerzmittel wie Paracetamol, Metamizol und Ibuprofen eingenommen werden. Die NSAR sind zusätzlich gegen die Entzündung wirksam. Die Vorsichtsmassnahmen müssen beachtet werden.

Bei einer bakteriellen Infektion werden Antibiotika wie die Beta-Lactam-Antibiotika eingesetzt.

Abhängig von der Ursache können Glucocorticoide angezeigt sein. Sie haben entzündungshemmende Eigenschaften.

siehe auch

Mumps, MMR-Impfung

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Priorix, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Wirkstoffe: Virus morbilli vivus (Stamm Schwarz), Virus parotitis vivus (Stamm RIT 4385), Virus rubella vivus (Stamm Wistar RA 27/3)
Unternehmen: GlaxoSmithKline AG
Abgabekategorie: B
Gruppe / Anwendung: Impfungen
ProQuad, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension
Wirkstoffe: [Virus morbilli vivus (Stamm: Ender's Edmonston)], Virus parotitis vivus (Stamm: Jeryl Lynn (Level B)), Virus rubella vivus (Stamm: Wistar RA 27/3), Virus varicellae vivus (Stamm: Oka/Merck)
Unternehmen: MSD Merck Sharp & Dohme AG
Abgabekategorie: B
Gruppe / Anwendung: Impfungen
M-M-RVAXPRO, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension
Wirkstoffe: Virus morbilli vivus (Stamm Edmonston-Enders), Virus parotitis vivus (Stamm Jeryl Lynn), Virus rubella vivus (Stamm Wistar RA 27/3)
Unternehmen: MSD Merck Sharp & Dohme AG
Abgabekategorie: B
Gruppe / Anwendung: Impfungen
Priorix-Tetra, Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Wirkstoffe: Virus morbilli vivus (Stamm: Schwarz), Virus parotitis vivus (Stamm: RIT 4385), Virus rubella vivus (Stamm: Wistar RA 27/3), Virus varicellae vivus (Stamm: OKA)
Unternehmen: GlaxoSmithKline AG
Abgabekategorie: B
Gruppe / Anwendung: Impfungen
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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 9.4.2026 geändert.
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