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Donanemab Arzneimittelgruppen Monoklonale Antikörper

Donanemab ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der monoklonalen Antikörper für die Behandlung der frühen Alzheimer-Krankheit. Er bindet und reduziert Beta-Amyloid-Ablagerungen, indem es ihre Phagozytose fördert. Das Arzneimittel wird einmal pro Monat als intravenöse Infusion verabreicht. Der Therapiebeginn erfolgt einschleichend. Zu den möglichen unerwünschten Wirkungen gehören potenziell gefährliche Hirnschwellungen und -blutungen.

synonym: Donanemabum, LY3002813

Produkte

Donanemab wurde in den USA im Jahr 2024 und in der Schweiz im Jahr 2026 als Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung zugelassen (Kisunla®).

Struktur und Eigenschaften

Donanemab ist ein humanisierter, monoklonaler IgG1-Antikörper mit einer Molekülmasse von 145 kDa, der mit biotechnologischen Methoden hergestellt wird.

Wirkungen

Donanemab (ATC N06DX05 ) bindet an das unlösliche, N-verkürzte Pyroglutamat Beta-Amyloid und reduziert die Plaques. Dieses Amyloid kommt ausschliesslich in den Ablagerungen vor. Er unterstützt die Auflösung der Plaques durch die Mikroglia-vermittelte Phagozytose. Auf diese Weise kann der Antikörper zu einer Verlangsamung der Krankheit beitragen. Donanemab hat eine lange Halbwertszeit von 12.1 Tagen.

Indikationen

Zur Verlangsamung des Fortschreitens einer symptomatischen Alzheimer-Krankheit bei erwachsenen Patientinnen und Patienten mit nachgewiesener Alzheimer-typischer Amyloid-beta Pathologie und einer klinischen Diagnose einer leichten kognitiven Störung oder einer leichten Demenz, die heterozygote Träger oder Nicht-Träger des Apolipoprotein E ε4 Allels sind.

Dosierung

Gemäss der Fachinformation. Das Arzneimittel wird einmal pro Monat (alle 4 Wochen) als intravenöse Infusion verabreicht. Der Therapiebeginn erfolgt einschleichend.

Kontraindikationen

Die vollständigen Vorsichtsmassnahmen finden sich in der Arzneimittel-Fachinformation.

Unerwünschte Wirkungen

Zu den häufigsten möglichen unerwünschten Wirkungen gehören ARIA-E, ARIA-H (Mikroblutungen), ARIA-H (oberflächliche Siderose), Kopfschmerzen und und infusionsbedingte Reaktionen.

ARIA steht für Amyloid Related Imaging Abnormalities. Es sind Veränderungen, die im MRT festgestellt werden:

ARIA kann schwerwiegende unerwünschte Wirkungen verursachen und selten lebensbedrohlich sein.

siehe auch

Alzheimer

LiteraturAutor

Interessenkonflikte: Keine / unabhängig. Der Autor hat keine Beziehungen zu den Herstellern und ist nicht am Verkauf der erwähnten Produkte beteiligt.

Weitere Informationen

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Der Autor dieses Artikels ist Dr. Alexander Vögtli. Dieser Artikel wurde zuletzt am 23.2.2026 geändert.
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